
lat. Papilio machaon
Alle Bilder und Texte von Holger Gröschl
Ordnung
Lepidoptera (Schmetterlinge)
Familie
Papilionidae (Ritterfalter)
Größe
Flügelspannweite
50 bis 75 mm
Verbreitung
Europa,
Nordafrika,
Asien,
Japan mehrere Unterarten in
verschiedenen Regionen
Aussehen
Aufgrund der Größe und Farbenpracht erinnert der Schwalbenschwanz an tropische Schmetterlinge. Der sehr große Falter ist kräftig schwarz-gelb gemustert. Die Hinterflügel tragen eine blaue Binde mit roten Augenflecken an der hinteren Innenseite, am Ende befindet sich eine schwanzartige Verlängerung. Die großen unbehaarten Raupen (ca. 45 mm) sind zunächst schwarz gefärbt mit roten Warzen, später werden sie grün mit schwarzen Ringen, in denen je 6 gelb-rote Punkte stehen.
Lebensraum
Der weit umherschweifende, sehr flugtüchtige Falter bevorzugt offenes Gelände und blütenreiche Wiesen, wo er gerne Nektar aus Kleeblüten saugt. Auch in Hausgärten kann man ihn beobachten. Bei uns fliegt er von April bis September selbst bis in die Hochgebirge. Die einst bei uns häufigen Falter sind durch die Wandlungen der Landwirtschaft örtlich an den Rand des Aussterbens gebracht worden.
Lebensweise
Die kaum auffallenden Eier heftet das Weibchen einzeln an Blüten. Die geschlüpften Raupen können trotz ihrer auffälligen Färbung leicht übersehen werden. Nur gehalten durch einen dünnen Seidengürtel, erfolgt die Verpuppung an einem Pflanzenstängel. In diesem Stadium überwintert der Falter auch.
Nahrung
Die Imagines saugen Nektar. Die Raupen ernähren sich von Korbblütlern. Wer im Garten Mohrrüben, Fenchel, Petersilie oder Dill zieht, kann sich mit etwas Glück über Nachwuchs freuen.
Sonstiges
Anfang August ist eine gute Zeit, um in Gärten oder auf Wiesen nach Raupen des Schwalbenschwanz zu suchen. Besonders aussichtsreich sind Pflanzen wie: Fenchel, Dill, Wilde Möhre, Pastinake und teilweise auch Gartenmöhre. Die Raupen sitzen meist einzeln auf der Pflanze und sind gut getarnt. Je nach Alter sehen sie unterschiedlich aus: Junge Raupen sind schwarz mit einem weißen Fleck und erinnern an Vogelkot. Ältere Raupen sind leuchtend grün mit schwarzen Querbändern und orangefarbenen Punkten – sie fallen deutlich mehr auf.
Die Raupen setzen sich Störenfriede zur Wehr, indem sie eine stinkende orange Nackengabel ausstülpen.



